Junge Volljährige und Care Leaver:innen
Dies gilt insbesondere dann, wenn familiäre Unterstützung fehlt oder nur eingeschränkt vorhanden ist. Junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in Pflegefamilien, Wohngruppen oder anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe verbracht haben, stehen beim Schritt in die Selbstständigkeit häufig vor besonderen Anforderungen. Auch nach dem 18. Geburtstag können sie Anspruch auf Unterstützung durch die Kinder- und Jugendhilfe haben.
CLS-Studie untersucht Lebensverläufe von Care Leaver
Wie gestalten sich die Lebenswege junger Menschen nach dem Verlassen der Erziehungshilfe? Welche Faktoren fördern soziale Teilhabe, Bildungserfolge, berufliche Integration und persönliche Stabilität? Antworten auf diese Fragen liefert die bundesweite Langzeitstudie "Care Leaver Statistics - Soziale Teilhabe im Lebensverlauf junger Erwachsener" (CLS).
Die Studie begleitet junge Menschen über mehrere Jahre hinweg beim Übergang aus der Kinder- und Jugendhilfe in ein eigenständiges Erwachsenenleben. Ziel ist es, belastbare Erkenntnisse über ihre Lebenslagen, Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe zu gewinnen und damit eine wichtige Forschungslücke zu schließen.
Der Begriff "Care Leaver" bezeichnet junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in stationären Hilfen zur Erziehung oder in Pflegefamilien verbracht haben. Das Verlassen dieser Hilfesysteme (das sogenannte "Leaving Care") ist in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus von Forschung, Fachpraxis und Selbstvertretungsorganisationen gerückt. Mittlerweile wurden im Rahmen der CLS-Studie bereits mehr als 1.150 junge Menschen befragt. Nach den Erhebungen in den Jahren 2022, 2023 und 2025 startet im Sommer 2026 die vierte Befragungswelle. Erste Ergebnisse wurden bereits veröffentlicht und geben wertvolle Einblicke in die Lebenssituation, Teilhabemöglichkeiten und Zukunftswünsche von Care Leaver.
Weitere Informationen zur Studie, aktuelle Forschungsergebnisse, Publikationen sowie Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie auf der Website der CLS-Studie: