Viele Familien stehen vor Herausforderungen, die sie ohne Unterstützung nicht bewältigen können. Oft sind es nicht isolierte, sondern sehr komplexe Problemlagen, die Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen und die Erziehungskompetenz der Eltern beeinträchtigen. Häufig wirkt sich dies negativ auf die emotionale, soziale und schulische Entwicklung der Kinder aus. Dies kann zu sozialer Isolation führen und langfristig erhebliche gesellschaftliche Kosten verursachen. Hier setzt die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) an.
Die gesetzliche Grundlage der SPFH findet sich in § 31 SGB VIII. Diese Form der Unterstützung ist definiert als eine intensive, aufsuchende und langfristige Hilfe, die Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützt. Sie ist ein unverzichtbares Instrument der Kinder- und Jugendhilfe, das Familien frühzeitig unterstützen kann. Laut Statischem Bundesamt erhielten 2022 rund 285.000 junge Menschen und ihre Familien diese ambulante Hilfe.

