Die Diskussion um eine mögliche Wiedereinführung oder Neugestaltung der Wehrpflicht gewinnt in Deutschland zunehmend an politischer Bedeutung. Für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe stellt sich dabei eine Reihe neuer Fragen:
- Welche jungen Menschen wären von einer Wehrdienstpflicht betroffen?
- Welche rechtlichen Verpflichtungen ergeben sich daraus?
- Welche Möglichkeiten der Kriegsdienstverweigerung bestehen - und wie funktioniert das Verfahren?
- Und nicht zuletzt: Wie können pädagogische Fachkräfte junge Menschen in Wohngruppen begleiten, wenn sie mit Fragen zu Wehrdienst, Gewissensentscheidung oder gesellschaftlicher Verantwortung konfrontiert sind?
Gerade für junge Menschen in den Hilfen zur Erziehung können solche Themen mit Unsicherheiten verbunden sein - etwa im Hinblick auf Perspektivplanung, Ausbildung oder Übergänge in die Selbstständigkeit.
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, mögliche Entwicklungen im politischen Prozess und die pädagogischen Implikationen für Einrichtungen der Jugendhilfe. Neben der juristischen Einordnung werden auch praxisnahe Perspektiven für die Arbeit in Wohngruppen und Einrichtungen diskutiert.
Inhalte der Veranstaltung
- Aktueller Stand der politischen Debatte zur Wehrpflicht in Deutschland
- Wen betrifft die Wehrdienstpflicht?
- Auswirkungen auf junge Menschen in den Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII)
- Rechte und Pflichten junger Menschen • Verfahren und Voraussetzungen der Kriegsdienstverweigerung
- Pädagogischer Umgang mit Fragen von Militärdienst, Gewissensentscheidungen und Zukunftsplanung
- Austausch und Fragen aus der Praxis
Format
Online-Seminar mit Impulsvorträgen und anschließender Fragerunde und Diskussion.
Zielgruppe
Pädagogische Fachkräfte aus Einrichtungen der Erziehungshilfe
Kosten
75,00 Euro