Vom Cajon zur Jugendpolitik: Staatssekretär Dr. Kleindiek empfängt BJH-Musikprojekt des BVkE im BMFSFJ

Wenn Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek auf dem Cajon trommelt, Dr. Klaus Esser als Vorsitzender des BVkE das Mikrophon in den Händen hält, Beatboxeuropameister Mando dazu rappt und ein Jugendchor ausgelassen mitsingt, dann passiert Außergewöhnliches im Bundesfamilienministerium in Berlin.


Bereits im Frühjahr während des Dt. Jugendhilfetages hatte der Staatssekretär eine Einladung an die Jugendlichen des Bundesjugendhilfe-Musikprojektes des BVkE ausgesprochen. In der Adventszeit sind die Nachwuchsmusiker/innen nun gemeinsam mit Klaus Esser, Bernd Keffer, Leiter des BVkE-Musikprojekts und dem Musikpädagogen Myriel Liehr nach Berlin gereist – für die Jugendlichen der erste Besuch in der spannenden Bundeshauptstadt. Jens-Uwe Scharf als Berliner Jugendhilfereferent und die Einrichtungsleitung des Haus vom Guten Hirten in Berlin waren als Berliner Experten dabei, um mit dem Staatssekretär über die Jugendhilfe zu sprechen. Mit Selbstvertrauen und viel Energie präsentierten die Kinder und Jugendlichen ihre Musikalität, die sie im Rahmen von Jugendhilfe und Förderschule entwickeln konnten. Kleindiek bedankte sich mit Lob und Zuspruch für den Auftritt der Band und bekräftigte die Jugendlichen, diese Kompetenzen weiter auszubauen. Die Kinder und Jugendlichen empfanden die Einladung und das Gespräch mit Staatssekretär Kleindick als sehr wertschätzend und wertvoll. Sie stehen stellvertretend für tausende Kinder und Jugendliche in der Erziehungshilfe, die gute Bedingungen für ihr Aufwachsen brauchen.
Schon seit mehr als 25 Jahren zeigt das Bundesjugendhilfe Musikprojekt für benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Jugendhilfeeinrichtungen, Kinder- und Jugendheimen sowie Schulen, dass der ressourcenorientierte Ansatz für benachteiligte Jugendliche besonders in der Jugendhilfe funktioniert: Musik macht Kinder stark und hilft, Persönlichkeiten und Perspektiven zu entwickeln. Dass neue Perspektiven aber nur geschaffen werden können, wenn notwendige rechtliche und finanzielle Grundlagen geschaffen werden, wurde in einem anschließenden Gespräch der Vertreter des BVkE mit Kleindiek thematisiert. Kleindiek machte im Gespräch deutlich, dass er hinter den Forderungen der Verbände nach besseren Übergängen von Jugendlichen ins Erwachsenenleben stehe: Eine Verlängerung der Hilfegewährung sei notwendig, um Jugendliche auch nach einem stationären Aufenthalt auf den rechten Weg zu bringen. Im klassischen Familienleben verlasse ein junger Erwachsener mit 24 Jahren das Elternhaus, warum sollen belastete junge Erwachsene die Anforderungen der Selbständigkeit früher erfüllen müssen? Die Einigkeit in dieser Frage nahmen die Jugendhilfe Experten des BVkE erfreut zur Kenntnis.

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